Beiträge

Der eine mag es als clevere Strategie in Sachen Lead – Adressen Generierung verstehen, der Andere wieder als nervige Daten-Abfrage Schleuder. Die Problematik stellt sich bei der Diskussion um Gated Content – nicht frei zugänglicher Content – und ungated Content – also für jedermann ohne Hürden einzusehende Inhalte -.

Worin liegt nun hier der entscheidende Vor – und wohl auch entscheidende Nachteil? Mache ich meine Inhalte für jedermann sichtbar oder verlange ich die Herausgabe von Daten oder die Bezahlung? Nun, die Antwort gibt sich fast ohne längere Diskussion, denn wenn der Inhalt hinter der Absperrung denn wirklich interessant und besonders einmalig ist, dann wird wohl der Eine oder Andere bereit sein die Hürde nehmen zu wollen und seine persönlichen Daten Preis geben.

Ich persönlich favorisiere eine andere Vorgehensweise. Ich möchte dass meine Webseiten Besucher ohne Barrieren meine Inhalte zur Kenntnis nehmen können. Ich möchte einfach Leben auf meiner Webseite, was letztendlich dann auch wieder gut für die SEO Landschaft ist, denn Google liebt lebendige Webseiten. Und zudem: Wer verlangt denn Eintritt wenn man in seinem Geschäft evtl. etwas einkaufen möchte? Wohl keiner aber im Internet, in den sozialen Netzwerken scheint das Hip zu sein…! Okay btw.

Der Sinn und Zweck von Gated Content

Oben schon beschrieben. Seitens des Verfassers steht die Absicht dahinter vom User Daten abzufragen, sei es die Mail Adresse, die komplette Anschrift, die Telefon Nummer und was auch immer. Was sich dann oftmals hinter diesem Gated also versperrten Content verbirgt ist dann doch meistens nichts besonderes, so ziemlich langweiliges Zeug aus dem Massenmarkt.
Aktuell ist es in den sozialen Netzwerken so, dass sich unzählige Spezialisten zu allen Themenwelten und Branchen mit Werbeanzeigen in die Plattform schießen (hier mein Blog Beitrag zu dem Goaching Phänomen) und alle ausnahmslos die angebotenen Dienstleistungen, Produkte, Webinare kostenlos anbieten. Nur so kostenlos ist es ja nicht, denn ich bezahle diese mit meinen Daten und das sehr oft zu Bedingungen die jedem Datenschutz Rechnung schulden. Okay .. btw….

Über die Qualität der angebotenen Leistungen mag man sich dann auch nicht unbedingt streiten, ist ja auch egal, der Sinn und Zweck der Übung wurde erreicht, man hat eine Mail Adresse die man dann, solange diese dann auch im Mailsystem Bestand hat, mit weiteren Angeboten versorgen kann.

Der Sinn und Unsinn von Ungated Content

Ob nun der frei verfügbare Content Nachteile hat, das kann man so nicht behaupten. Wie bereits erwähnt favorisiere ich diese Art der inhaltlichen Darstellung muss aber auch gestehen vor vielen Jahren schon einmal mit Gated Content experimentiert zu haben. Das Ergebnis war erschreckend, einfach nicht lohnend. Ungated Content gibt dem Webseiten Besucher das Gefühl in der Entscheidungsfindung frei zu sein. Er entscheidet ob er die angebotenen Inhalte interessant findet und Lust auf mehr bekommt. Er hat die Freiheit sich auf meiner Webseite von einem Thema zum anderen zu bewegen und kann eigenständig mit mir, sofern er es denn möchte, Kontakt aufnehmen.

Dieses sehe ich für mich als Vorteil, ebenso auch dass somit die Verweildauer auf meiner Webseite um einiges höher ist und auch die Suchmaschinen durchaus zur Kenntnis nehmen was auf meiner Webseite passiert. Je mehr Seiten Klicks, desto interessanter scheint das inhaltliche Angebot wohl zu sein, was die Suchmaschinen animiert die Domain im Ranking zu priorisieren.
In meinen, vor Jahre ausgeführten Selbststudium mit Content der nur über Mail Adresse zugänglich gewesen ist, musste ich im Bereich Page Views und Folgeaufträge doch starke Einbrüche feststellen. Es hat sich nicht gelohnt und letztendlich meine Webseiten Besucher, mich persönlich und natürlich auch die Suchmaschinen Bots gefrustet.

Fazit – Ungated Content vs Gated Content

Gated Content
Content und somit Inhalte welche ausschließlich nur im Austausch gegen Daten – oder Bezahlung bereit gestellt werden, generiert ausschließlich nur einen entscheidenden Vorteil: Du generierst Leads. Du erhältst Informationen darüber, wer sich mit deinen Inhalten beschäftigt, indem du seine Kontaktdaten und vielleicht sogar noch weitere Informationen/Interessen etc. abfragst und vielleicht erscheinen die Inhalte inklusiver.
Der klare Nachteil findet sich darin, dass man mit dem verschlossenen also Gated Content nur ein begrenztes Publikum erreichst, da Frageformulare eine Hürde darstellen. Wertvolle Inhalte bleiben damit vielleicht ungehört und auch für SEO bringt dieser Content keinen Vorteil, da er sich hinter einem nicht öffentlichen Link verbirgt.

Ungated Content
Ist der Inhalt einer Webseite frei und somit für jeden Webseiten Besucher ohne Hürden zugänglich, schafft man den positiven Effekt die Reichweite natürlich zu erhöhen und steigert so, ebenso auf natürliche Art & Weise seine Bekanntheit. Offen zugänglicher Content bietet weiterhin den Vorteil das Webseiten Besucher ohne Aufwand alle gewünschten Informationen einsehen zu können. Ebenso wird, sofern der Beitrag, Inhalt, Content beeindruckt hat, dieser gerne geteilt. Den besonderen SEO Vorteil muss man dann hier auch nicht mehr besonders hervorheben und erwähnen.